Editorial: BAR - British Archaeological Reports
Colección: International Series ; 3235
Número de páginas: 392 págs.
Fecha de edición: 31-10-2025
EAN: 9781407362311
ISBN: 978-1-4073-6231-1
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Archäologische Funde aus dem Grabkontext zeigen, dass Frauen aus verschiedenen sozialen Schichten über Lese- und Schreibfähigkeiten verfügten. Durch Schreibgerätebeigaben, oberirdische Grabmarkierungen und Inschriften lassen sich so Spuren für weibliche Literalität in den gesamten römischen Westprovinzen belegen.
Besonders häufig fanden sich Schreibgeräte in Gräbern wohlhabender Frauen, was auf ihre Bildung und die Bedeutung von Schriftlichkeit hinweist. Auch Mädchen wurden schon früh in Lesen und Schreiben unterrichtet, wie Funde von Schreibtafeln in Kindergräbern belegen. Die Selbstdarstellung als gebildete Frau, oft mit Schriftrollen oder Schreibtafeln auf Grabreliefs, war ein Ausdruck von Status und kultureller Zugehörigkeit. Doch wie Inschriften zeigen, gab es auch gebildete Sklavinnen und Freigelassene. Die Untersuchung zeigt, dass gebildete Frauen im Römischen Reich keine Seltenheit waren, auch kein unerreichbares Ideal, sondern ein Teil der realen Lebenswelt.
